14. November 2020

Was soll der Hype um Gravel-Bikes?

Immer mehr Kunden fragen uns, was wir von Gravel-Bikes halten. Einige sehen sie als revolutionäre Erfindung, andere sind der Meinung, dass die Räder mit allen verfügbaren Marketing-Tricks künstlich zum Trend aufgebaut werden. Und was finden wir? Braucht es ein Gravel-Bike, weil es irgendwas kann, das andere Fahrräder nicht können?

Eine Einschätzung von Tom 

Die Gravel-Szene gibt es nicht erst seit gestern!

Es finden viele Gravel-Events statt, bei denen die Fahrer sich schon seit teilweise über zehn Jahren Rennen über weite Strecken liefern. Die bekanntesten Veranstaltungen sind zum Beispiel das „Dirty Kanza“ in Kansas, der „Canyon Belgian Waffle Ride“ in Kalifornien oder das "Grinduro" (mittlerweile auch in der Schweiz vertreten).

Sie alle haben gemeinsam, dass die Strecken über unterschiedliche Untergründe führen und dass die Teilnehmer ihre Rennen fahren und dabei aber so entspannt es geht die Landschaft geniessen.

Und genau das ist ja der Vorteil: Sowohl auf Schotter als auch auf rauem Boden und anderen Gelände-Herausforderungen bieten Gravel-Bikes einen gewissen Komfort. Bikepacking, Rennen, Freizeitradeln: Das Gravel-Bike funktioniert auf ausgebauten Strassen, Waldwegen, Kieswegen und Gras. Es verträgt Wurzeln, Steine, Staub und Sand.

Was ist mir wichtig bei einer Tour?

In erster Linie habe ich keine Lust auf Pannen oder sonstige Probleme. Geschwindigkeit und Genuss sind angesagt. Ich will flott vorankommen und trotzdem bequem sitzen. Es ist also klar, welche drei Elemente am wichtigsten sind: Laufräder, Lenker und Sattel. Hier bedienen sich Gravel-Bikes bei verwandten Fahrradkategorien. Der breite Reifen – ähnlich wie beim Mountainbike – sorgt für Sicherheit auf jedem Untergrund. Meine schlauchlose Variante rollt noch schneller, Dichtmilch und Reifeneinlage verhindert Pannen. Ausserdem sorgen Scheibenbremsen für meine Sicherheit.

Der Gravel-Bike-Lenker ist dem Rennrad entnommen, denn in dieser Griffposition bin ich einfach windschnittiger und schneller. Trotzdem sitze ich auf meinem Gravel-Bike etwas aufrechter als auf dem Rennrad und kann ab und zu die Arme entlasten. Mehr Komfort bietet das Rad durch einen grösseren Achsabstand, einen flachen Lenkwinkel und einen tiefen Schwerpunkt. Ein Gravel-Lenker ist sportlich aber komfortabel.

Mein Gravel-Bike ist ein robustes, schnelles und bequemes Alltagsrad, mit dem ich auch auf Touren in unkalkulierbarem Gelände gut versorgt bin. Trotzdem ist klar: Wenn ich ein reines Rennen fahren möchte, dann ist das spezialisierte Rennrad im Vorteil.

Wenn ich gemütlich eine Fahrradtour machen will, dann ist das superbequeme Freizeitrad mit aufrechter Sitzposition besser. Wenn ich im Gelände Leistung bringen will – mit Sprüngen und extremem Gelände, dann fahre ich mit dem vollgefederten Mountainbike besser. Aber das Gravel-Bike schliesst genau diese Lücke.


Brauche ich ein Gravel-Bike?

Mein Gravel-Bike macht jede Tour mit. Es ist ein alltagstaugliches Sportgerät für alle Fälle. Es ist schnell, bequem, sicher auf allen Untergründen, verkehrstauglich und bietet Platz für Taschen, in denen ich Stauraum habe. 

Gepäck am Fahrrad? Kein Problem!

Ich kann sicher im Gelände fahren, genau wie im Strassenverkehr. Ich kann sportlich unterwegs sein, oder gemütliche Touren fahren. Allerdings gibt es in allen Bereichen kleinere Abstriche gegenüber der spezialisierten Rad-Variante. Dafür habe ich das Beste aus allen Kategorien in einem Bike vereint. Im Prinzip ist das Gravel-Bike also für jeden geeignet, der oft sportlich mit dem Rad unterwegs ist und auch seinen Urlaub gerne im Sattel verbringt. Tagesausflug, Bikepacking-Tour, Weg zur Arbeit, Radrennen, Waldfahrt zum Chillen, Bergtour: Das Gravel-Bike kann ich so ausrüsten, dass es nicht nur Gefährt, sondern auch Gefährte auf allen Wegen ist. 

Egal was man mit seinem Gravel-Bike macht, Hauptsache, man hat Spass dabei.

Dadurch unterscheidet es sich deutlich von Mountainbikes, Rennrädern oder Tourenrädern, die nur jeweils für einen Zweck konstruiert und ausgerüstet sind. Die Möglichkeit, das Rad gleichzeitig als Trainingsgerät, Tourenpartner und verkehrstaugliches Freizeitfahrzeug für jeden Tag zu konzipieren, finde ich reizvoll und praktisch. Ich brauche das Gravel-Rad nicht, um ein Rennen zu fahren, um ins grobe Gelände zu gehen, oder um eine Freizeittour zu machen. Ich brauche es, um nicht ständig das Rad wechseln zu müssen. Mir gefällt das. 

Brauche ich ein Gravel-Bike?

Neue Ideen tun sich schwer auf dem europäischen Markt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Chor der Kritiker den Zeigefinger hebt und vor reiner Geldmacherei warnt. Ob diese Kritik berechtigt ist, musst du selbst entscheiden und vor allem selbst ausprobieren. Nur im direkten Vergleich mit deinem Rennrad, deinem Tourenrad oder deinem Mountainbike kannst du eine persönliche Entscheidung treffen. 

Für die einen ist das Gravel-Bike ein überflüssiger Hype, für die anderen ist es eine geniale Entwicklung, die perfekt zu ihrem Freizeitverhalten passt und viele Fahrradprobleme löst. Jeder so, wie er mag. Ich finde, das Gravel-Bike schliesst eine grosse Lücke und hat seine Fans, ich bin einer davon.

04. August 2020

Tubeless 2.0

Tubeless (Schlauchlos) ist mehr als nur Dichtmilch! Immer mehr fahren heute zusätzlich mit einer Reifen-Einlage. Tom fährt aktuell auf seinem Rocky Mountain Instinct Bike und dem Rocky Mountain Solo Gravel mit Reifen-Einlagen von CushCore und ist begeistert.

Die Reifen-Einlage...

... schützt die Felge vor Schäden
... senkt den Rollwiderstand um 3.2%
... erlaubt einen geringeren Luftdruck für höhere Traktion
... verhilft dem Reifen zu einer wesentlich höheren Seitenwandstabilität, kein "Burping" mehr
... reduziert die Schläge bis zu 50% und die Vibrationen bis zu 77%


Und falls du unterwegs trotzdem einen Platten einfährst, schau dir das Video über das Stan's Dart Tool an. Noch Fragen?


06. Juli 2020

Flat- oder Klickpedal, die Qual der Wahl

Flat- oder Klickpedal, die Qual der Wahl

Tja, hier scheiden sich die Geister. Jeder erzählt etwas anderes. Für manche sind Flatpedals das Beste, andere schwören auf Klickpedale. Doch welche sind nun die besser Wahl? Die Antwort gleich einmal vorweg: Keine. Beide Technologien bieten Vor- und Nachteile.

Wir möchte hier einmal mit Vorurteilen gegenüber den jeweiligen Pedalen aufräumen, die wir immer wieder hören. Manche Vorurteile sehen wir als falsch an und manche stimmen sogar.

Flatpedals: Man kann nicht optimal Kraft übertragen – falsch
Der sogenannten runden Tritt kann auch mit Flatpedals trainiert werden. Beim Hochfahren konzentriert man sich explizit darauf, die Beinkraft möglichst effizient auf das Bike zu übertragen. Das geht auch mit Flatpedals. Richtig, ich kann zwar hinten das Pedal nicht hochziehen, aber ich kann es nach Hinten drücken.

Flatpedals: Die Pedale bieten keinen sicheren halt – falsch
Mit den heutigen Sohlen der Bike Schuhe (nicht Turnschuhe), klebt man regelrecht an den Flatpedals.

Flatpedals: Schienbeinpiercings sind unvermeidbar – richtig
Es kann vorkommen, dass man sich das Pedale ans Schienbein schlägt. Das tut nicht nur höllisch weh, sondern gibt auch kleine Narben. Meistens passiert dies nicht etwa beim Fahren auf dem Bike, sondern beim Aufsitzen, beim Schieben oder sonst irgendwie.

Klickpedale: Im Notfall kann ich nicht Ausklicken – falsch
Ausklicken muss geübt sein, wie alles andere auf dem Bike auch. Versierte Klickpedalfahrer können immer und zu jeder Zeit aus den Pedalen ausklicken. Die Kraft die zum Ausklicken benötigt wird, kann eingestellt werden. Am Anfang empfiehlt es sich, den Mechanismus so einzustellen, um mit wenig Kraft ausklicken zu können.

Klickpedale: Bei schwierigen Stellen fahre ich lieber ausgeklickt – falsch
Der grosse Vorteil an Klickpedalen ist eben gerade der, dass man fest mit dem Bike verbunden ist. Eingeklickt sind schwierige Stellen sogar sicherer zu fahren, da man nicht vom Pedal abrutschen kann. Und wenn du eine schwierige Stelle lieber ausgeklickt fährst, dann solltest du diese Stelle gar nicht fahren. Bewusst fahren oder bewusst absteigen.

Klickpedale: Man wird Technikfaul – richtig und falsch
Klickpedale verleiten dazu den Bunny Hop hochzuziehen, das sehen wir auch so. Für Anfänger empfehlen wir daher mit den Flatpedals zu beginnen und die Techniken richtig zu erlernen. Aber genau das hochziehen mit Klickpedalen kann in gewissen Situationen auch ein Vorteil sein.

Hybrid Pedale sind eine ideale Lösung – falsch
Auf der einen Seite ein Flatpedal, auf der anderen Seite ein Klickpedal. Klingt verlockend, macht sich in der Praxis aber enorm schwierig. Man erwischt stets die falsche Seite wenn man einklicken will und die Plattform Seite bietet einfach zu wenig Grip. Hybrid Pedale sind mit Abstand die schlechteste Lösung.

Wir haben bei uns im Shop verschiedene Pedale welche du gerne testen kannst. So findest du für dich das beste Pedal.


03. April 2020

Kluge Köpfe schützen sich mit MIPS Technologie

WARUM IST MIPS WICHTIG?

Wird der Kopf durch einen Sturz oder Schlag schnell gedreht und kommt diese Bewegung dann abrupt zu einem Halt, verursacht die Rotationsbeschleunigung eine starke Belastung auf das Hirngewebe. Die Dehnung des Gewebes, die durch solche Bewegungsabläufe entsteht, kann zu verschiedenen Hirnverletzungen führen. Das Mips-Schutzsystem kommt bei der durch den Aufprall entstandenen Rotationsbeschleunigung zum Einsatz.

WIE FUNKTIONIERT MIPS?

Die Mips-Technologie (Multi-Directional Impact Protection System) beruht auf einem Gleitschichtsystem, welches sich im Innern des Helms bewegt und das Schutzsystem des Gehirns nachahmt. Es verlangsamt oder verringert die auf den Kopf wirkende Energie. Wissenschaftliche Daten zeigen, dass wir das Risiko und die Schwere von Hirnverletzungen verringern können.


06. März 2020

Fabienne Buri

Pirelli im Test

Auch Fabienne war im Einsatz und hat in Belgien ausgiebig unsere Pneus von Pirelli getestet. "Ich bin super zufrieden mit diesen Pneus. Kein Defekt auf dem Pavé und super Grip auch wenn es nass ist!"
Gerne beraten wir dich bei uns im Shop, wenn du auch noch auf der Suche nach der perfekten Bereifung bist.

 

25. November 2019

Radsport Emmental

Langnauer Sonntagsverkauf

Am Wochenende fand der traditionelle Sonntagsverkauf in Langnau statt. In gemütlicher Stimmung wurde über unsere neuen Top-Bikes gefachsimpelt und die feine Suppe genossen. Wir vom Radsport Emmental bedanken uns für die vielen Besuche am Stand.
 

7. Oktober 2019

Radsport Emmental

Herbstausstellung 2019

Dieses Wochenende fand bei uns in Langnau die Herbstausstellung statt. Während den 2 Tagen konnten die neuen 2020er Modelle von IBEX, Lapierre, Naloo, Rocky Mountain, Bergstrom und Simplon begutachtet werden. Die Kunden nutzten die trockenen Wetterphasen und es wurde fleissig getestet und gefachsimpelt. Gestärkt durch einen feinen "Chäsbrägu" konnten unsere Kunden mit vielen neuen Eindrücken nach Hause fahren. Wer sein Wochenende bereits verplant hatte, kann bei uns noch die ganze nächste Woche die neuen Bikes und Rennräder testen kommen.


Zudem findet nächsten Samstag 12. Oktober noch der Testride im Marbach statt. Kommt vorbei und testet die neuen Rocky Mountains auf dem neuen FlowTrail bei der Talstation Marbachegg-Bahn.